Fast alle Versicherungsfragen einer Autovermietung lassen sich einer von zwei Seiten zuordnen. Entweder hängt das Risiko am Fahrzeug und an seinem Gebrauch — dafür ist die Kfz-Police da. Oder es hängt am Betrieb: an der Tätigkeit, an den eigenen Flächen, an Auseinandersetzungen. Dafür ist sie nicht da.
Diese Linie klingt selbstverständlich und ist trotzdem die Stelle, an der Lücken entstehen. Ein Vermietbetrieb hat eine gültige Fahrzeugpolice, hält die Versicherungsfrage damit für erledigt — und stellt fest, dass der Sturz eines Kunden auf dem Hof, ein Feuer in der Halle oder ein Rechtsstreit über eine Schadenrechnung damit nichts zu tun hat.
Umgekehrt gilt dasselbe: Eine Betriebshaftpflicht deckt keinen Verkehrsunfall des Mieters. Die Bausteine ersetzen einander nicht, sie grenzen aneinander. Deshalb steht unten bei jedem nicht nur, was er abdeckt, sondern auch, wo er endet.